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Kick OFF Mijnbuurtje-MIENTHUUS, 5.Juli 2016

News / Pressetext
Autor: Iris Haarland,

 

KICK OFF ZUM NACHBARSCHAFTS-NETZWERK MIJNBUURTJE-MIEN THUUS:
GEMEINSAM INTER-AKTIV!

Am 5. Juli fand das Kick-off zum deutsch-niederländischen Online- und Offline-Nachbarschaftsnetzwerk Mijnbuurtje-MIEN THUUS statt. Erstmals trafen sich zu diesem Anlass alle Projektpartner gemeinsam im Rathaus der Gemeinde Kranenburg. Dort diskutierten sie die konkrete Umsetzung der nun folgenden Projektetappen: das Training der Nachbarschaft, der so genannten „Buurtverbinder“ und die Entwicklung des zweisprachigen Online-Dorfplatzes. Auch wurden die Ergebnisse der ersten projektbegleitenden Kleinstudie zu sozialer Kohäsion von Niederländern in der Gemeinde Kranenburg vorgestellt. 

Die Ergebnisse dieser Kleinstudie wie auch die zahlreichen Gespräche mit der MIEN THUUS-Arbeitsgruppe, den Projektpartnern, Bürgern und Organisationen in Kranenburg und Berg en Dal zeigen schon jetzt deutlich, dass die „Marschrichtung“ des Projektes stimmt: Der Zusammenhalt und das Vertrauen Deutscher und Niederländer in der Grenznachbarschaft lässt sich noch weiter verstärken – wenn man die eben doch vorhandenen kulturellen Unterschiede als Entwicklungschance begreift und darüber hinaus sogar als Innovationsmotor nutzt. Und genau hier setzt das Projekt Mijnbuurtje-MIEN THUUS an. Gerade die spezielle Grenzsituation, der Umgang der Menschen mit ihrer deutsch-niederländischen Verschiedenheit wie ihrem Zusammengehörigkeitsgefühl ist nämlich eine wertvolle Ressource. So aufgefasst kann die Euregio zwischen Berg en Dal und Kranenburg ein gutes Nachbarschaftsvorbild nicht nur für andere Grenzregionen sein.

Ressource Nachbarschaft 

Das Leben in der Nachbarschaft und die direkte Bürgerbeteiligung als Ressource zu begreifen und zu nutzen, damit setzt sich der niederländische Projektinitiator und Social EntrepreneuMijnbuurtje Munity Services bereits seit vielen Jahren auseinander. Er entwickelte konkrete Lösungsansätze, die in den Niederlanden inzwischen in 25 Gemeinden umgesetzt werden.

Wie groß oder wie klein eine Nachbarschaft oder eine Dorfgemeinde auch immer ist, die Erfahrung von Mijnbuurtje zeigt, dass die direkte Wohnumgebung immer eine attraktive Fülle von Aktivitäten, hilfreichen Informationen, Unterstützungsangeboten für die Menschen der Nachbarschaft wie auch konkreten Verbesserungsvorschlägen bietet. Das Spektrum reicht von der direkten Nachbarschaftshilfe über Sportmöglichkeiten, Kunstausstellungen, Nachmittagserzähltreffs, Chören, Kindergartenfesten, Bürgerläden, Jugendgruppen bis hin zu Reparaturcafés und vielem mehr.

Die Frage ist, wie sich die Fülle der Ressourcen und Möglichkeiten noch besser nutzen lässt. Wie kann jeder Bürger, Alteinwohner und Zugezogene, Junge und Alte, jede Organisation, jeder Verein und die Gemeinde selbst teilhaben am Dorfleben und Informationen austauschen? Wie lassen sich die Aktivitäten und Interaktionen in der Nachbarschaft darstellen? Und schließlich: Wie kann ein Netzwerkcluster entstehen, das jedem Nachbar, jedem Dorfbewohner, der regionalen Gemeinschaft zur Verfügung steht und so das Miteinander stärkt? 

Dorfleben online  

Die Lösung, die Mijnbuurtje entwickelte, ist bestechend einfach: Weil die Kommunikation und das Miteinander heute oft an erster Stelle über das Internet und die sozialen Medien stattfindet, muss der Dorfplatz auch dorthin! Das Ziel des Projektes ist, dass die Nachbarschaft über einen speziell für diese Zwecke von Mijnbuurtje entwickelten „Online-Dorfplatz“ miteinander in Kontakt tritt. Er ist die Kommunikationsschnittelle und erster Anlaufpunkt für alle Nachbarn.

Damit das nachhaltig funktioniert, muss der Dorfplatz durch speziell geschulte Helfer in der Nachbarschaft, die „Buurtverbinder“, unterstützt werden. Sie verbinden die Dorfaktivitäten, die Menschen in der Nachbarschaft und im Dorf mit der Online-Plattform.

„Es ist im Internet, also ist es!“, denken die Niederländer – beinahe in Descartesscher Manier 

„Findet der Niederländer etwas nicht im Internet, existiert es schlicht und ergreifend auch nicht“. Zu diesem Ergebnis kommen die Studenten der HAN (Hogeschool van Arnhem en Nijmegen) in einer ersten Kleinstudie, die auf Initiative des Projektpartners `Stichting Welzijn Groesbeek´ und MIEN THUUS niederländische Kranenburger befragten. 

Das Internet-Nutzerverhalten von Niederländern und Deutschen ist derzeit noch sehr unterschiedlich. Auch gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen Menschen aus Großstädten und aus ländlichen Gebieten. Der Online-Dorfplatz muss deshalb an die Bedürfnisse der Niederländer ebenso wie an die Bedürfnisse der Deutschen angepasst werden. Hier gilt es in den nächsten Jahren den richtigen Mix aus - zweisprachiger - Online- und Offline-Kommunikation, Internet und realen Begegnungen, deutschen und niederländischen Kommunikationstrategien zu finden. Auch hierfür stellt das Projekt Mijnbuurtje-MIEN THUUS eine gelungene Lern- und Experimentierwerkstatt dar. 

Und noch eine Projektbesonderheit: Die Euregio Rhein Waal!  

Einzigartig in Europa dürfte auch das Projektgebiet von Mijnbuurtje-MIEN THUUS und das hier vorhandene Lernfeld sein. Einerseits blicken die Menschen auf eine mehr als 800jährige, gemeinsame Geschichte zurück, die heute noch in einer gemeinsamen Sprache, dem Kleverländisch, Ausdruck findet. Andererseits hatte die Zeit des Nationalsozialismus, die Kriegssituation, der von hier aus einsetzende massive Befreiungsschlag durch die Alliierten und schließlich die Nachkriegszeit und die Wiederannäherung der Menschen und der beiden Länder enormen Einfluss auf die Dörfer und das Miteinander in den Gemeinden Kranenburg und Groesbeek / Berg en Dal. Das ist heute noch spürbar.

Diese einzigartige Lernsituation, in denen zwei Nationen in außerordentlicher Art und Weise lernten, Kommunikation und Miteinander noch einmal neu zu beginnen, noch einmal neu zu definieren, fand 1978 Ausdruck in der Gründung der Euregio Rhein Waal. 

Auch deshalb ist die Euregio Rhein Waal eine besondere Region mit außerordentlicher interkultureller Kompetenz - voll von unglaublich spannenden, anrührenden wie aufwühlenden Geschichten und Verbindungen und Kenntnis des guten Umgangs miteinander. Gleich um die Ecke, im Schützenverein und im Dorfchor sind diese spannenden Geschichten lesbar:  Von innovativen Ideen, Freundschaften in Länder der ganzen Welt über polnische Komponisten bis hin zu Vatikan, Kirchenkunst oder der Kunst von Beuys und der „Kunst over de grens“. „Ein spannender Mix und ein unschätzbares, erlerntes Know-how, das beispielhaft auch für andere Grenzregionen sein kann“, meint auch begeistert die Projektkoordinatorin Iris Haarland.

Der Nachbarschaftsradar: Lesbar, sichtbar und interaktiv sein! 

Im Projekt Mijnbuurtje-MEIN THUUS wird all das schließlich auf dem Online-Dorfplatz Eingang finden. Via „Buurtradar“, einer interaktiven Karte, können die Einwohner der Grenzregion ihre Dörfer und all ihre Aktivitäten auffinden. 

Die nächten Schritte

Gemeinsam mit den Bürgern Kranenburgs und Berg en Dal´s und mit Unterstützung der deutschen und niederländischen Projektpartner, der Gemeinde Kranenburg, der Stichting Welzijn Groesbeek (jetzt: Forte Welzijn), der MediCare Seniorenresidenz Kranenburg und der Stichting Wijkkrant voor Nijmegen-Oost wird das Projekt Mijnbuurtje-MIEN THUUS nun in den nächsten Monaten Form annehmen.

Zahlreiche Interessierte, Deutsche und Niederländer, haben sich bereits gemeldet, um gemeinsam den Dorfplatz mit zu gestalten. Nach der Schulung der „Buurtverbinder“ im Herbst, soll im Spätherbst der Online-Dorfplatz an den Start gehen. 

Viele weitere Verbindungen zu Schulen, Vereinen, privaten und öffentlichen Institutionen sowie Hochschulen und Universitäten sind ebenfalls bereits gelegtEs wird spannend sein, wie der gemeinsame Online-Dorfplatz schließlich aussehen wird und welche neuen Entwicklungen aus dem Projekt Mijnbuurtje-MIEN THUUS zukünftig entstehen.


Bild: Projektpartner-KICK-OFF, Euregioprojekt Mijnbuurtje- MIEN THUUS | 5.7.2016 | Rathaus der Gemeinde Kranenburg | (c) Bildquelle: Mijnbuurtje.nl

von links nach rechts: Barbara Onckels (Residenzleiterin Medicare Seniorenresidenz Kranenburg), Astrid Hubbers (Projektkoordinatorin Euregio Rhein-Waal, Kleve), Ruud Geerts (Vorstandsvorsitzender Forte Welzijn, Groesbeek), Iris Haarland (Projektkoordinatorin MijnbuurtjeMIEN THUUS), Gunter Steins (Bürgermeister, Gemeinde Kranenburg), Eric Hendriks (Inhaber, Mijnbuurtje Munity Services, Nijmegen), Eric Stuart (Redakteur, Stichting Wijkkrant voor Nijmegen-Oost, Nijmegen)

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Text und Bild zur honorarfreien Verwendung im Rahmen redaktioneller Berichterstattungen über das Projekt Mijnbuurtje-MIEN THUUS, Belegexemplar erbeten.

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Kontakt: Iris Haarland,


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