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Delegation aus Belarus zu Gast in Kranenburg, Kleve, Drenthe und Nimwegen/Nijmegen

EINE INFORMATION DES IBB DORTMUND - PRESSEINFORMATION DES IBB DORTMUND

(Dortmund/Kranenburg/Nijmegen 27.05.2019)  Studienfahrt zum Thema Nachhaltigkeit: Der interaktive, deutsch-niederländische Online-Offline-Dorfplatz MIENTHUUS.de (https://mienthuus.de/) hatte die Neugier einer Delegation aus Belarus geweckt, die vom 22. bis 26. Mai 2019 Kranenburg (D) und Nijmegen (NL) besuchte. Die insgesamt 13 belarussischen Delegierten bestanden aus engagierten Akteuren in Sachen Nachhaltigkeit aus den Regionen Vilejka und Mogilov. Die Studienreise wurde ermöglicht durch das Förderprogramm Belarus, das das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH Dortmund- IBB Dortmund im Auftrag der deutschen Bundesregierung betreut.  

Die Idee zu dieser Studienfahrt entstand auf der 5. Kommunalen Nachhaltigkeitstagung NRW "Zukunftsfähiges Handeln der nordrhein-westfälischen Städte, Gemeinden und Kreise", die die Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. am 27. November 2018 in Gelsenkirchen organisiert hatte. Dort waren Besucher aus Belarus auf Iris Haarland aufmerksam geworden. Sie hat die Online- und Offline Nachbarschaft MIENTHUUS.de in der deutsch-niederländischen Grenzregion zwischen Kranenburg, Berg en Dal und Nijmegen als Projektkoordinatorin mit aufgebaut. 

Das Nachbarschaftsprojekt MIENTHUUS.de will mit Unterstützung internetgestützter Kommunikation die Begeisterung für das Dorfleben fördern und mit der engagierten Hilfe der Bewohnerinnen und Bewohner zukunftsgerichtet weiterentwickeln. „In unserer kleinen Gemeinde Kranenburg steht - wie auch in Belarus und anderswo - die Frage im Raum, wie wir die Menschen im Dorf halten können“, schildert Gesundheitscoach Iris Haarland. „Hier sind kreative Strategien gefragt und hier kann sich jede Generation einbringen.“ Der virtuelle 

Dorfplatz MIENTHUUS.de ist dabei nicht mehr als ein Werkzeug. Wertschätzende Kommunikation fördern und damit ganz nebenbei Gesunderhaltung unterstützen, ist das Ziel. 

Die Grundidee der Plattform stammt aus den Niederlanden. Dort erfreuen sich zahlreiche (tausende!) Nachbarschaftsplattformen seit vielen Jahren wachsender Beliebtheit. In Kranenburg wurde nun eine solche Plattform zu einer Grenzen überwindenden Online- und Offline-Nachbarschaft weiterentwickelt. 

Dorfbewohnerinnen und -bewohnern gelingt es zunehmend besser, ihre praktischen Alltagsprobleme selbst und gemeinsam mit anderen zu lösen. „Die nachhaltigen Effekte einer solchen Verbesserung der Kommunikation und damit der Gesundheit sind sogar in Euro messbar“, sagt Iris Haarland. Ein Beispiel sei das Senior-to-Senior-Internet-Café, in dem Ältere ihr Wissen über Smartphones und Computer untereinander austauschen und vertiefen. 

 Und ein Repair-Café bringt Menschen aller Altersgruppen in Kontakt und vermeidet vorschnelles Wegwerfen defekter Geräte.

Stationen und Themen der Studienreise
 

Das Konzept des Online- und Offline-Dorfplatzes hatte Iris Haarland auch bereits im März und April 2019 auf zwei Seminaren im Rahmen des Förderprogramms Belarus in Minsk und Wilejka vorgestellt. Die Delegation aus Belarus besuchte nun im Rahmen der Studienfahrt nun die „Stichting Thornsche Molen“ an der deutsch-niederländischen Grenze. Sie traf in Kranenburg und Nijmegen auf Akteure des Dorfplatzprojektes MIENTHUUS.de, der Stadtverwaltungen sowie auf Tourismusexperten mit Spezialgebiet Nachhaltiger Tourismus. Bei einer Radtour durch Nijmegen – von der EU als grüne Hauptstadt 2018 ausgezeichnet – „erfuhren“ die Gäste im wahrsten Sinne des Wortes die niederländische, radverkehrsfreundliche Verkehrsinfrastruktur. Weiterhin stand auf dem viertägigen Programm ein Besuch in der niederländischen Provinz Drenthe, wo ein Teil der Delegation Best-Practice-Beispiele der Dorferneuerung und der Landwirtschaft kennenlernten. Auch der Kontakt zur niederländischen „LVKK – Landelijke Vereniging Kleine Kernen“ und dem „Samenwerkingsverband Burgerkracht in Europa - SBE“ wurde gelegt. 

Ausblick und Resultate 

 

„Die Gäste aus Belarus haben ein großes Interesse daran, auch in ihren Heimatregionen Wilejka und Mogiljow Online- und Offline-Dorfplätze aufzubauen und Kontakte mit uns zu knüpfen“, so Iris Haarland, die die Studienreise plante und auch begleitete. „Es zeichnet sich jetzt bereits deutlich ab, dass gemeinsames Lernen und der Erfahrungsaustausch in beide Richtungen gewollt ist.“, so Haarland weiter. „Man weiß „hierzulande“ - in Deutschland wie auch in den Niederlanden - noch wenig über Belarus. Aber das wird sich in Zukunft ändern. Wir werden gemeinsam mit Partnern, Gemeinden, öffentlichen Institutionen, Universitäten und Gemeinden aus den Niederlanden und Deutschland an einer Intensivierung des Erfahrungsaustausches in ganz konkreten Projekten arbeiten.“ 

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Das Förderprogramm Belarus wird seit 2002 vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk (IBB) Dortmund durchgeführt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Deutschen Gesellschaft für 

Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH. 


Internationales Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH Dortmund  (IBB Dortmund)  

Dr. Astrid Sahm
Bornstraße 66
44145 Dortmund
Tel: + 49 - 231 - 952096-0
E-Mail:
Homepage: www.ibb-d.de

 

Pressekontakt:                                                    

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